Dienstag, 23. Oktober 2007

Indien setzt Atomvertrag mit USA aus

Nachdem die USA und Indien im vergangenen Jahr ein Abkommen zur Weiterentwicklung von Indiens zivilem Atomenergieprogramm geschlossen hatten, reagierten zahlreiche indische Politiker und Bürger mit heftigen Protesten auf das für viele Beobachter überraschende Vertragswerk zwischen Washington und New Delhi.

Die Indische Union ist seit zwei erfolgreichen Atomtests 1974 und 1998 Atommacht, hat den Atomwaffensperrvertrag bis dato jedoch nicht unterzeichnet, was dem Abkommen im Hinblick auf den aktuellen Atomstreit mit dem Iran besondere Brisanz verleiht. Wie The Times of India vermeldet, wurde der Indo-Amerikanische Nukleardeal auf Druck der die Regierung unterstützenden Kommunistischen Parteien Indiens vorerst nun eingefroren, da erstere die bestehende Regierungskoalition mit angedrohten Neuwahlen zum vorzeitigen Ende gebracht hätten.

Die Linken äußerten starke Bedenken am Nutzen des Abkommens und sehen in dem Nukleardeal eine Beeinträchtigung von Indiens Außenpolitik durch die USA, da die aufstrebende südasiatische Großmacht in Zukunft von us-amerikanischen Lieferungen und Weisungen abhängig werden könnte. Die nationalistische Partei BJP versagte dem Deal ebenso sämtliche Symphatien.

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