Samstag, 16. Februar 2008

Iran beabsichtigt Erdgaspipeline bis Singapur zu bauen

Nach einem Bericht der Wiener Zeitung befinden sich Islamabad und Teheran derzeit in der Endphase bereits 1994 initiierter Verhandlungen über die Lieferung von Erdgas aus Iran nach Pakistan. Pakistans Nachbarstaat Indien, dessen Energiehunger stetig wächst und großen Bedarf an Erdgas hat, möchte ebenfalls an die unter dem Projektnamen IPI (Iran Pakistan India) bekannte Gaspipeline angeschlossen werden.

IPI Pipeline

Nachdem New Delhi bereits im vergangenen Oktober den Atomvertrag mit Washington auf Eis gelegt hat, wartet man bisher noch auf die Einlösung des Versprechens der USA, die NSG (Nuclear Suppliers Group) zur Genehmigung von Atomtechnologieexporten nach Indien zu überreden. Washington könnte sich jedoch mit Hinsicht auf IPI zu einer Blockadehaltung gezwungen sehen, würde das mit Kosten von 7 Milliarden Dollar veranschlagte Projekt Teheran doch aus seiner Isolation lösen.

Nach Fertigstellung im Jahr 2011 soll die 2600 Kilometer lange IPI-Pipeline nahezu 30 Millionen Kubikmeter Gas nach Pakistan und Indien liefern. Bis 2025 soll das Volumen auf über 300 Millionen Kubikmeter erhöht werden. Nach Vorstellungen des iranischen Finanzministers Davoud Danesh Jafari soll die Pipeline gar bis Südostasien nach Thailand, Malaysia und Singapur verlängert werden.

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