Maerkte
Wie ein Sprecher des Präsidenten Nigerias verlauten ließ, befinde sich der staatliche Mineralölkonzern China National Offshore Oil Corporation (kurz: CNOOC) derzeit in Verhandlungen mit der nigerianischen Regierung über das Erschließen eines Ölfeldes in Nigeria. Bislang sei jedoch noch keine Entscheidung hinsichtlich der Förderlizenzen zu mitunter den größten Ölvorkommen weltweit gefallen.
Aus dem Artikel der F.A.Z. vom 30. September 2009 (WIRTSCHAFT, Nr.227) geht hervor, dass China mindestens 6 Mrd. Barrel am Öl Nigerias sichern möchte, was einem Sechstel der nigerianischen Ölreserven entspräche.
Es wird zudem der zusehends verschärfte Beschafferwettbewerb ersichtlich. Während bis dato Exxon Mobil und Shell, Total und Chevron das Ölgeschäft in dem westafrikanischen Land anführten, ziehen nun kaufkräftige chinesische Unternehmen nach.
Matthias_Gr - Okt 11, 22:12
Der größte Erdölkonzern der Erde Petrochina hat sich für 1,7 Mrd. USD Mehrheitsanteile an zwei größeren Ölsandprojekten in Alberta, Kanada gesichert. Die beiden Projekte, mit den Namen Mackay River und Dover, werden von einem in Calgary heimischen Unternehmen aus betreut.
Athabasca Oil Sands gab über ihren Vorsitzenden als Grund für eine Kooperation mit den Chinesen an, dass man aufgrund der hohen Kapitalintensität auf der Suche nach einem langfristigen Joint Venture Partner gewesen sei. Laut der Financial Times Onlineausgabe (vom 31. August 2009) wird Petrochina, dessen Aktie an der Hongkonger Börse gelistet ist, jeweils 60 % an diesen Projekten halten.
Die - je nach Einteilung unter (weiterhin) nicht-konventionelle bzw. (mittlerweile) konventionelle Öle fallende - Ölsande nehmen an Bedeutung auch für den chinesischen Markt stark zu.
Der Staatskonzern Petrochina verfolgt weiterhin Ambitionen, seine "strategische Einkauftstour" fortzuführen. Erst vor kurzem hat er Singapore Petroleum erstanden. Auch wird derzeit eine Beteiligung an Raffinerien in Malaysia und Schottland in Betracht gezogen. Dies geht aus einem Artikel der F.A.Z. vom 31. August 2009 hervor (WIRTSCHAFT, Nr. 201, S.15).
Matthias_Gr - Sep 2, 20:59
Dank der von Peking gestützen Treibstoffpreise konnte sich der Halbjahresgewinn von Asiens führendem Raffineriekonzern vervierfachen. Während der Reingewinn Sinopecs im Vorjahr bei 7,7 Mrd. RMB lag, stieg dieser bis zum Juni auf 33,2 Mrd. RMB an.
Die F.A.Z. berichtete am 24. August (WIRTSCHAFT, Nr.195, S.15), dass sich die chinesische Regierung dafür aussprach - im Falle eines Sinken des Ölpreises unter 80 US-Dollar das Barrel - einen "normalen Gewinn" zu garantieren. Sinopec konnte somit, anders als die stark unter dem niedrigen Ölpreis schwächelnden Mitstreiter wie Royal Dutch Shell oder Exxon Mobil, die schlechten Aussichten der Analysten nicht erfüllen.
Die China Petroleum & Chemical Corp. (Sinopec) übernimmt rd. 80% der Treibstofflieferungen in die VR China.
Matthias_Gr - Aug 26, 21:17
Aus dem Gigantenfeld bei Barrow Island im Westen Australiens soll in absehbarer Zeit der Hunger Chinas nach Flüssiggas (LNG) gestillt werden. Chinas Staatskonzern Petrochina hat sich durch den Vertrag mit dem amerikanischen Ölmajor Exxon Mobil 2,25 Mio. t LNG jährlich aus dem Gorgon-Projekt gesichert. Das geschätzte Gesamtvolumen hiervon beläuft sich auf rd. 30 Mrd. Euro.
China setzt zusehends auf LNG-Importe. So sollen innerhalb der kommenden Jahre zehn Regasifizierungsanlagen entlang der Ostküste entstehen. Peking hat beschlossen, in den nächsten fünf Jahren die Nutzung von LNG zu verdoppeln.
Darüber hinaus berichtet die F.A.Z. vom 20. August (WIRTSCHAFT, Nr.192; S.15) von ersten Entspannungstendenzen nach den Vorkommnissen in vergangener Zeit, die das Verhältnis von Australien und der VR China erschwerten. So sprach M. Ferguson, Australiens Minister für Rohstoffe, von einem "Meilenstein für unsere Beziehungen zu China." Zudem nannte er einen geschätzten Umsatz aus Exporten des Gorgon-Projekts über die kommenden zwei Dekaden von etwa 300 Mrd. australischen Dollarn.
En passant sei auch der erste Liefervertrag Indiens mit dem fünften Kontinent angeführt, in dem letzte Woche Indiens Petronet sich aus dem Gigantenfeld Gorgon 1,5 Mio. t LNG-Lieferungen sicherte.
Matthias_Gr - Aug 23, 20:38
Am 2. Juni verkündete auf seiner Internetseite The China Post ein Anheben der Preise für Liquefied Petroleum Gas (kurz LPG) durch die staatliche Ölgesellschaft Taiwans.
Hiermit reagierte CPC Corp. auf die international gestiegenen Kosten des bei der Erdölraffinierung anfallenden Nebenprodukts, die fortan auf die heimischen Haushalte umgewälzt werden. Im Einzelnen werden von morgen an 0,5 NTD (1,5 USD) pro kg aufgeschlagen.
Matthias_Gr - Jun 2, 22:04
Zur Verstärkung seiner Präsenz in Singapur hat PetroChina für einen Betrag von 1,47 Milliarden Singapur-Dollar (ca. 730 Millionen EURO) 45,51% Anteile an der Singapore Petroleum Company erworben. PetroChina wird die Anteile von Keppel Oil and Gas Services Pte Ltd, zu einem Durchschnittspreis von 6.25 Singapur-Dollar pro Aktie erwerben.
NiclasW - Mai 26, 05:17
Wie The Economic Times heute bekanntgab, wurde auf der derzeit in Neu Delhi tagenden Petrotech-2009 von Katars Ölminister Abdullah bin Hamad
al-Attiyah zugesichert, die Lieferungen an Indien in diesem Jahr auszuweiten.
Dazu werden die in langfristigen Verträgen festgelegten Mengen von derzeit 5 Mio. t LNG um zusätzliche 2,5 Mio. t aufgestockt. Die Vorgespräche hierzu fanden bereits im November 2008 statt, als Indiens Premierminister Singh zu Verhandlungen in Katar war.
Matthias_Gr - Jan 13, 21:41
Laut
The Hindu soll die China National Petroleum Corporation (CNPC) ein Abkommen mit Daewoo International, welches den Verkauf von Erdgas aus dem mehrheitlich vom südkoreanischen Jaebol operierten Shwe-Feld in Myanmar vorsieht, unterzeichnet haben. Während Daewoo als Hauptförderer 51% der Förderrechtsanteile an dem ertragreichen Gasfeld hat, verfügt Indiens Oil and Natural Gas Corporation (ONGC) über nur 17% und die Gas Authority of India Limited (GAIL) über 8,5%.
Trotz des Angebots der GAIL das gesamte Gas direkt von den Offshore-Feldern nach Indien zu befördern und dafür pro Million BTU 5,01 US$ zu zahlen, zog es die Regierung in Naypyidaw vor, auf das Angebot Beijings einzugehen, welches den Bau einer Pipeline nach Yunnan vorsieht.
NiclasW - Dez 30, 19:00
Wie die
russische Kommersant meldet, planen der russische Energiekonzern Gazprom, die Qatar Liquefied Gas Company Ltd. und die National Iranian Oil Company (NIOC) ein Joint-Venture-Unternehmen zu gründen, bei welchem Gas in Iran gefördert und in Katar in einer Gasverflüssigungsfabrik verarbeitet werden Katar einsoll. Das Gas soll dabei vom Süden der öl- und erdgasreichen iranischen Provinz Fârs (âstân-e fârs-e ganub) durch eine Pipeline auf dem Grund des Persischen Golfes bis in das Emirat Katar transportiert werden.
Iran, Katar und der russische Energiekonzern Gasprom halten dabei jeweils einen Anteil von 30% an dem 4 Milliarden US Dollar schweren Joint-Venture, während die verbleibenden 10% bzw. der vierte Teilnehmer je nach Absatzmarkt bestimmt werden soll, wobei das südkoreanische Unternehmen Kogas und die chinesische CNPC in Frage kommen. Besonders in Südkorea ist der Bedarf nach flüssigem Erdgas in den vergangenen Jahren stark gewachsen.
Die erste Sitzung der drei Teilnehmer, die zusammen über mehr als 60% der weltweiten Erdgasvorräte verfügen, soll am am 19. November in Doha stattfinden.
NiclasW - Nov 12, 12:45
In einem Joint Venture zwischen dem Tschad und der Volksrepublik China
trägt das Staatsunternehmen China National Petroleum Corp (CNPC) einen 60 prozentigen Anteil an dem Unterfangen. Die Raffinerie entsteht nördlich der tschadischen Hauptstadt N'Djamena und soll bis 2011 errichtet sein.
Nach einem Bericht der China Daily vom 27. Oktober 2008 sollen in dieser Anlage 1 Mio. t Rohöl p.a. gefördert werden, woraus 700 tsd. t Benzin und 20 tsd. t Kerosin gewonnen werden können.
Matthias_Gr - Okt 27, 21:40