Maerkte

Benzinpreise in China erhöht

China hat die staatlich subventionierten Preise für Kraftstoffe nun angehoben. Normalbenzin (mit einer Oktanzahl von 90) kostete bis dato circa 4,60 RMB/ l, was derzeit knapp 43 Eurocent entspricht. Superbenzin mit 93 Oktan war dabei nur geringfügig teurer (ca. 4,65 RMB/ l). Autofahrer stöhnen nun über eine Erhöhung um über 16% für Normalbenzin und gar 18% für Diesel. Ebenso sollen auch die Preise für Kerosin und Elektrizität angehoben werden (um 25% und 4,7%).

Beobachtern zufolge dürfte Beijing damit auf den Druck aus sich zunehmend stärker voneinander wegbewegenden Weltmarktpreisen und staatlich festgelegten Preisen an den Tankstellen reagiert haben. Für Konzerne wie Sinopec war die Herstellung von Benzin ein zuletzt kostspieliges sowie unerschwingliches Unterfangen geworden und der rasche Anstieg der Weltmarktpreise für die verschiedenen Rohöle bescherte dem staatlichen Ölmulti Verluste in Milliardenhöhe. Viele Raffinerien setzten sogar die Produktion ganz aus, womit sich in den letzten Wochen Schlangen an zahlreichen Tankstellen in China gebildet haben.

Seoul unternimmt neue Nachforschungen über mögliche Erdölvorkommen im Ostmeer

Mit den steigenden Rohstoffpreisen wächst auch in Südkorea, dem weltweit fünftgrößten Nettoimporteur von Erdöl, der Druck mögliche Vorkommen zu entdecken. Zusammen mit dem australischen Öl- und Gasproduzenten Woodside Petroleum stellt die staatliche Korea National Oil Corporation derzeit im Japanischen Meer Nachforschungen in bis zu 2000 Meter tiefe über mögliche Vorkommen an. Nach Abschluß der Unternehmung im Juli sollen im Juni 2009 möglicherweise die ersten Bohrungen beginnen.

Indonesien verfehlt Produktionsziel für Erdöl

Nach einer Meldung des Oil&Gas Journals wird Indonesien das diesjährige Produktionsziel für Erdöl von 977,000 b/d (barrels per day) nicht erreichen und nach Angaben des indonesischen Ministeriums für Energie und Bodenschätze stattdessen nur 965,000 b/d produzieren können.

Einige Energieanalysten merkten dazu an, daß hauptsächlich die zunehmend sich erschöpfenden Vorkommen und das Ausbleiben neu entdeckter Quellen zu einem Produktionsrückgang in den letzten 5 Jahren geführt haben.

New Delhi plant Bau von indisch-omanischer Gaspipeline

Nach Angaben von The Financial Express soll eine Tiefseepipeline zwischen Oman und Indien gebaut werden, welche das südasiatische Land mit omanischem Gas versorgen soll. Die von South Asia Gas Enterprise Pvt Ltd (SAGE) zu bauende Pipeline, die zwischen 2,1 und 3,4 Milliarden US-Dollar an Kosten allein für die Konstruktion der ersten Leitung veranschlagen wird, soll nach ihrer Fertigstellung die Kosten von derzeit 5 - 6 auf 1,1 - 1,8 US-Dollar pro mmBTU (million British thermal units; 1 mmBTU = 26,4 m³ Gas) senken.

http://www.intecengineering.com/images/journals/oman-india.jpg

China und Japan sind marktführende Solarzellenproduzenten

In einem auf aktuelle Daten des Branchenmagazins Photon gestützten Artikel berichtet das Nachrichtenmagazin Der Spiegel, dass die Volksrepublik China und Japan Deutschland als Marktführer im Bereich der Solarzellenproduktion abgelöst haben sollen und mittlerweile 7 der 10 führenden Hersteller aus Asien stammten.

Insgesamt deckten asiatische Firmen rund 65% des Marktes ab, mit China und Japan an der Spitze, gefolgt von Deutschland und, mit starken Zuwachsraten, auch Indien und Taiwan. Dank des EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz), nach welchem jeder Netzbetreiber zur Abnahme von in seinem Operationsbereich mit erneuerbaren Energien produziertem Strom verpflichtet ist und 20 Jahre lang garantierte Vergütungssätze an die Produzenten auszahlen muss, profitieren aufgrund der hohen Nachfrage nach Solaranlagen in Deutschland asiatische Produzenten von dem Gesetz.

Die Kosten tragen die Endverbraucher mit bis heute rund 23,3 Milliarden Euro, da die erhöhten Vergütungssätze von den Stromanbietern auf den Strompreis aufgeschlagen werden.

CPC unterzeichnet Lieferungsvertrag mit Woodside Energy

Um der zunehmenden Nachfrage nach Gas gerecht zu werden, beabsichtigt, nach Angaben der Taipei Times, der staatliche Energiekonzern Chinese Petroleum Company (CPC) der Republik China auf Taiwan am Freitag mit der australischen Woodside Energy Ltd einen 47,63 Milliarden US-Dollar schweren Vertrag über die Lieferung von Erdgas mit einer Laufzeit von 20 Jahren zu unterzeichnen.

Bereits im vergangen November einigten sich CPC und Woodside auf die Lieferung von jährlich bis zum 3 Millionen Tonnen Erdgas mit Lieferungsbeginn ab 2013. Um mögliche Torpedierungsversuche seitens der Volksrepublik China abzuwenden, weigerten sich Vertreter von CPC und des Wirtschaftsministeriums in Taipeh den Bericht zu kommentieren.

Klimapolitik, Sojabohnen, Inflation

Der Umstieg auf Biodiesel oder Ethanol in den USA und die dahinterstehende Subventionierung des Getreideanbaus sorgt für einen deutlichen Rückgang des Anbaus von Sojabohnen. Bei gleichzeitig steigender weltweiter Nachfrage (insbeondere in China, dem weltweit größten Importeur von Sojabohnen) führt dies zu einem enormen Preisanstieg bei Nahrungsmitteln und insbesondere der Fleischprodukten. Dieser Zusammenhang, ein Reslutat der Klima- und Energiepolitik der USA und Europas, droht die zunehmende Inflation in China und anderen sich entwickelten Ländern weiter anzuheizen.

Taipower möchte Flüssiggas importieren

Der staatliche Energiekonzern der Republik China auf Taiwan, Taipower, beabsichtigt, mit Hinblick auf den steigenden Bedarf an Flüssiggas (LNG) in Taiwan, dieses in Zukunft eigenständig zu importieren und ersucht derzeit um eine Genehmigung der Regierung in Taipeh. Nach Prognosen der Regierung soll die Nachfrage im Jahr 2010 im Vergleich zu 2007 um 28 Prozent auf insgesamt 10,5 Millionen Tonnen steigen.

Bisher erwirbt Taipower sein Flüssiggas von der Chinese Petroleum Corporation (CPC), welche über die für die Verladung und Weiterleitung von Flüssiggas nötigen Empfangsterminals und Pipelines verfügt. Derzeit überlegt man bei Taipower ein eigenes Flüssiggasterminal zu errichten und bis dahin Terminals von der CPC zu leasen.

Wachstum in der Windbranche: Chinesisch-indische Kooperation

Das weltweit größte Wachstum in der Windkraftnutzung im Jahr 2007 verzeichnete China. Es liegt laut Angaben des World Resource Institutes inzwischen weltweit an sechster Stelle bezogen auf die installierte Kapazität und wies (wie Frankreich) ein Wachstum von mehr als 100% auf. China führt damit einen weltweiten Trend an, was nicht überraschen sollte. Bereits 2005 betonte eine Green Peace Studie Chinas enormes Wachstumspotential, das sich jetzt Bahn zu brechen scheint. Der bedeutendste Faktor hierbei dürfte in der aktiven Unterstützungspolitik der chinesischen Regierung sowie der Wirkung des seit Anfang 2006 gültigen Erneuerbare- Energien-Gesetztes sein.

Zugleich werden nicht nur europäische Windenergiekonzerne zusehends in China tätig, das zu 50% von ausländischen Investitionen in die Windbranche abhängig ist. Zusehends drängen indische Firmen auf den Markt. Laut einem Bericht im Hindu verfügt allein Suzlon über ca. 7% Marktanteil im Reich der Mitte. Damit ist der Windenergiesektor zu einem wichtigen Kooperationsfeld der chineischen ud indischen Energiepolitik geworden.

Für einen aktuellen Überblick zur Lage auf dem Windenergiesektor in China siehe die Studie des Global Wind Energy Council.

Studie zum Markt für Solarenergie in China 2008-2010

Nach Angaben des Online-Händlers Reserach and Market Inc. wurde eine neue Studie zum chinesischen Solarenergiemarkt, betitelt China Solar Energy Industry Research and Forecast 2008-2010, herausgegeben.

China soll nach 2008 einer der größten Produzenten von Solarenergie mit einem jährlichen Wachstum von bis zu 30% werden, die Grundlagen für eine großangelegte Produktion seien bereits geschaffen worden.
In Anbetracht der steigenden Öl- und Kohlepreise sowie der ständigen Elektrizitätsknappheit in China wird Solarenergie in den kommenden Jahren eine immer stärkere Rolle in dem ostasiatischen Land spielen.

Die Studie prognostiziert für die nahe Zukunft auch sinkende Kosten für die Generierung von Solarenergie, die sogar die Kosten für die Generierung von Strom aus Kohle unterbieten und somit langfristig die Menge an CO2-Emissionen verringern könnte. Bis 2020, so kündigte die Regierung in Peking an, wird China bis zu 150 Milliarden Euro in Wasserkraft, Windkraft, Solarenergie und Biomasse investieren.

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