Politik

Baubeginn der Bhatinda-Ölraffinerie voraussichtlich 2011

Der indische Stahlmagnat Lakshmi Mittal verkündete an diesem Sonntag, dass bereits erste Baumaßnahmen der Bhatinda-Ölraffinerie im indischen Bundesstaat Punjab für Anfang 2011 erwartet werden dürften.

Dies ist insofern von großer Bedeutung, als dass im Vorfeld Berichte über Unstimmigkeiten zwischen ihm und der Regierung von Punjab vorlagen. Herr Mittal drohte mit einem Baustopp dieses Projekts, sollte die Regierung ökonomische Anreize nicht wieder einsetzen. Diese waren von ihr vor einigen Jahren bereits nicht mehr angeboten worden.

In einem Onlineberiche der in Mumbai beheimateten EconomicTimes vom 5. Juli wurde nun bekannt gegeben, dass unter Mitwirkung von Ministerpräsident Manmohan Singh und Regierungsbeamten Punjabs mit Herrn Mittal eine Einigung erzielt werden konnte.

Thailand unterzeichnet MoU mit Laos

Einem Internetbericht des thailändischen Board of Investment zufolge sollen bis 2015 aus Laos bis zu 7000 MW Strom bezogen werden. Zusätzlich stehen weitere geplante Käufe von Kapazitäten von bis zu 2200 MW an. Dabei handelt es sich in beiden Fällen vor allem um Hydro- und Kohleenergie.

Die staatliche Behörde zur Stromerzeugung in Thailand (EGAT) hat bereits am vergangenen Donnerstag, dem 25. Oktober, ein Abkommen mit Nam Thuen-Hinboun Power Co des Nachbarlandes Laos unterzeichnet. In diesem soll laut eines Presseberichts der thailändischen Business Today für jede Einheit Strom 1,82 Bt gezahlt werden.

Der thailändische Minister für Energie Piyasvasti sprach von einer win-win Situation für beide südostasiatischen Länder. Neben wirtschaftlichen Profiten auf beiden Seiten versprach er sich ebenso eine Intensivierung der bilateralen Beziehungen.

Bedenken über geplanten Pipelinebau in Burma

Nach einem Onlinebericht der Burma News International wird der angeregte Bau der ca. 1500 km langen Öl- und Gaspipeline von dem Küstenstaat Arakan bis an die burmanesisch – chinesische Grenze von Kritik begleitet. Als schwerwiegendster Grund wurde angeführt, dass das militärisch geführte Land bloß geringfügig von diesem Projekt profitieren könne.

Um den Seeweg für Öl und Gas aus dem Mittleren Osten wie auch Afrika drastisch zu verkürzen, sollen Transporte statt durch die Straße von Malakka nun nur noch bis zu dem natürlichen Korridor am Indischen Ozean am Tiefseehafen Sittwe führen. Von hier wird eine Pipeline China mit den Ressourcen versorgen.

Ein in Rangoon ansässiger Energieexperte und Geschäftsmann, der in Kontakt mit dem burmanesischen Energieministerium steht, bezweifelt jedoch den langfristigen wirtschaflichen Nutzen für das südostasiatische Land. Er nennt vielmehr China als den eigentlichen strategischen Gewinner dieses Unterfangens. So befürchtet er, dass Burma auf den Bau- vorrangig aber auf den Erhaltungskosten sitzen bleiben könnte. Zugleich nennt er die von chinesischer Seite gebotenen wirtschaflichen Anreize nur für die Regierungselite vorteilhaft.

IAEA stimmt amerikanisch-indischem Nukleardeal zu

Während die regierende UPA das Vertrauensvotum in New Delhi überstanden hat, erklärte die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) ihr Einverständnis zum konfliktreichen Atomabkommen zwischen Indien und den USA.

Gemäß der Übereinkunft zwischen Indien und der IAEA ist es Inspektoren der Wiener Behörde gestattet alle indischen Atomanlagen zu inspizieren, was Grundbedingung war für die zwischen Washington und New Delhi vereinbarte Lieferung von Nukleartechologie.

Seit dem ersten erfolgreichen Atomtest von 1974 war Indien bis dato international isoliert was den Handel mit Nukleartechnologie- und Brennstoffen anbelangt. Sollten die 45 Atomtechnologie liefernden Mitgliedsstaaten der Nuclear Suppliers Group (NSG) zustimmen, steht Indien praktisch auf einer Stufe mit den etablierten Atommächten des UN-Sicherheitsrats, nämlich China, Frankreich, Großbritannien, Russland und die USA.

Vertrauensvotum kommende Woche entscheidend für indisch-amerikanischen Nukleardeal

Anfang kommender Woche muß sich die regierende United Progressive Alliance (UPA) einem Vertrauensvotum stellen, dessen Ausgang das Schicksal des Nukleardeals zwischen Indien und den USA bestimmen wird. Sollte die nach dem Ausscheiden der linken Front am 08. Juli nun in der Minderheit regierenden UPA das Votum verlieren, dürfte der Deal endgültig begraben sein.

Nachdem die Regierung vorher eine dünne Mehrheit von 226 der insgesamt 543 in der Lok Sabha (Unterhaus) in New Delhi hatte, fallen nach dem Rückzug des linken Flügels 59 Sitze weg, womit 46 Sitze zur einfachen Mehrheit fehlen.

Unmittelbarer Auslöser für die Trennung der Linken vom Koalitionspartner war ein zirkulierender Entwurf über ein Sicherungsabkommen der Regierung mit Gremiumsmitgliedern der IAEA. Die Linken befürchten eine zu Große Einflußnahme der USA auf die Außenpolitik Indiens, während Befürworter vor allem die Vorteile der Befreiung aus der nuklearen Isolation der südasiatischen Atommacht betonen.

Energy reality starts to bite - Artikel auf AsiaTimes

Auf AsiaTimes gibt es heute hier einen sehr lesenswerten Beitrag von Dilip Hiro zur gegenwärtigen, sich in Zukunft noch weiter aggravierenden globalen Energieknappheit.

IPI kurz vor Vertragsabschluß

Nach den Reisen des iranischen Präsidenten nach Indien, Pakistan und auch Sri Lanka, stehen die Vertragspartner des iranisch-indisch-pakistanischen Gaspipeline-Projekts IPI nun kurz vor Vertragsabschluß. Das mit rund 7,5 Milliarden US-Dollar angesetzte Projekt soll die Versorgung sowohl Pakistans als auch Indiens mit iranischem Gas absichern und läßt Teheran somit die Sanktionsbemühungen Washingtons und der EU umgehen. Neben Kuala Lumpur (Malaysia), das Ende vergangenen Jahres mit Teheran einen mehr als 16 Milliarden US-Dollar schweren Vertrag zur Erschließung zweier Gasfelder im Iran abgeschloßen hat, lassen nun auch Islamabad und New Delhi den Druck aus Washington ungehört und verschaffen sich Zugang zu einer auf den Weltmärkten immer teurer werdenden Ressource.

Iran bringt "Gas OPEC" erneut ins Gespräch

Der derzeit sich in Indiens Hauptstadt Neu Delhi hauptsächlich zu Verhandlungen über die geplante Gaspipeline IPI aufhaltende iranische Staatspräsident Mahmud Ahmadinedschad hat auf einer Pressekonferenz erneut die Gründung einer Gas-OPEC ins Gespräch gebracht. Insbesondere Moskau und Teheran gelten als starke Befürworter einer solchen Organisation, verfügen beide Länder doch über die weltweit größten Gasreserven.

Bisher existiert mit dem 2001 in Teheran gegründeten GECF (Gas Exporting Countries Forum) ein loser Verbund führender Gasproduzenten ohne feste Mitgliederstruktur. An den jährlichen Sitzungen nahmen bisher u.a. Algerien, Brunei, Indonesien, Iran, Katar, Malaysia und Russland teil.

Die mögliche Etablierung eines solchen Gas Kartells stößt besonders bei den EU-Mitgliedsstaaten auf großes Unbehagen, hat man doch in vergangenen Wintern schlechte Erfahrung mit Gasknappheit gemacht, die nicht zuletzt Moskaus Lieferwillkür zu verdanken war. Jegliche Diversifizierungsversuche Brüssels hinsichtlich neuer Gaslieferanten aus der kaspischen Ellipse, insbesondere aus Turkmenistan, Kasachstan und Aserbaidschan scheiterten an Russlands Partnerschaftsabkommen mit diesen Staaten. Ebenso steht die Fertigstellung der österreichischen Nabucco Pipeline , die unter anderem iranisches Gas nach Europa transportieren soll, dank Drohgebärden aus Washington bereits auf energiepolitisch tönernen Füßen.

Peking beschließt Schließung mehrerer Kohlekraftwerke

Chinas Nationale Kommission für Entwicklung- und Reform hat mit dem Ziel der Emissionsreduzierung die Schließung von mehreren Kohlekraftwerken mit einer Gesamtleistung von 13.000 Megawatt beschlossen.

Mit dem Anstieg der Preise für fossile Energieträger und angesichts zunehmender Umweltschäden will sich die Regierung Chinas in Zukunft stärker auf eine effizientere und umweltschonendere Energieproduktion konzentrieren. Demnach seien in den letzten beiden Jahren nach Angaben der staatlichen Umweltschutzagentur bereits Investitionen im Umfang von ca. 78 Milliarden US-Dollar für Umweltschutzmaßnahmen getätigt worden.

Wahlausgang in Indien 2009 entscheidend für Nukleardeal mit den USA

The Economist berichtet in einem sehr lesenswerten Artikel über die im Mai 2009 stattfindenden landesweiten Wahlen in Indien und das mit dem Wahlausgang verknüpfte Schicksal des amerikanisch-indischen Nukleardeals, der nach heftigen Protesten in der Bevölkerung und vor allem seitens der Left Front, eine die derzeit regierende Parteienkoalition United Progressive Alliance (UPA ) unter Führung Sonia Gandhis unterstützende Allianz linker Parteien, eingefroren wurde.

Der Nukleardeal zwischen Washington und New Delhi würde es den Indern ermöglichen nuklearen Brennstoff und Technologien zu erwerben, obwohl die südasiatische Atommacht den NPT-Vertrag (Non-Proliferation Treaty) nicht unterzeichnet hat. Indien, dem zunehmend die Vorräte an angereichertem Uran zur Betreibung seines zivilen Nuklearprogramms ausgehen und sich daher in Zukunft mit Schwierigkeiten hinsichtlich der landesweiten Elektrizitätsversorgung konfrontiert sieht, hat bereits Gespräche mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien aufgenommen.

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